Destinationen und Tipps für die Reise
Drei Bundesländer haben Anteil am Nationalpark Hohe Tauern: Tirol, Salzburg und Kärnten. Die wichtigsten Ortschaften in Kärnten sind Malta, Heiligenblut, Obervellach, Großkirchheim, Winklern, Mallnitz, Mörtschach. In Salzburg sind Muhr, Krimml, Wald-Königsleiten, Neukirchen, Bramberg, Hollersbach, Mittersill, Uttendorf, Kaprun, Fusch, Rauris, Hüttschlag, Bad Gastein die bekanntesten Orte, während in Tirol die Gemeinden Prägraten, Matrei, Virgen, St. Jakob. Nussdorf-Debant, Kals im größten Naturpark Mitteleuropas liegen.
Beschauliche Dörfer und sattgrüne Wiesen
Nicht nur die Berge sind eine Reise in die Hohen Tauern wert, sondern auch die beschaulichen Dörfer und die einzelnen Gemeinden. Die aus Holz errichteten Bauernhäuser strahlen ländliches Flair aus und die Zeit scheint stillzustehen. Am Sonntag versammelt sich die ganze Gemeinde in der Kirche und dann im Dorfgasthaus. Beerdigungen und Prozessionen führen quer durchs Dorf, der Verkehr wird dafür umgeleitet.
Im Sommer kann man eines der vielen Freibäder nutzen um sich abzukühlen. Viele Gemeinden bieten im Winter Erholung in den Thermen und in der Sauna an – wenn die eigene Unterkunft nicht über eine Wellnesszone verfügt, dann kann man sich einfach im nächstgelegenen Tourismusbüro danach erkundigen. Die Bewohner der Gemeinden leben mit den Jahreszeiten: Im Winter isst man Kohlgerichte und Wildfleisch, im Sommer frische Forellen aus den Gebirgsbächen und im Herbst genießt man den Käse und selbstgemachte Fruchtsäfte. Die typischen Gerichte werden nur mit regionalen Zutaten zubereitet – die Küche ist einfach, aber äußerst schmackhaft. Die „Taurer“ sind gastfreundlich. Das Neue liegt ihnen weniger, sie lieben das Beständige.
Tipps für Flachländer
Jeder, der in die Hohen Tauern reist, sollte bedenken, dass es sich dabei um ein mächtiges Gebirge handelt. Auch im Sommer dürfen warme Kleidung und feste Schuhe keinesfalls fehlen. Temperaturstürze können auch im August oder im September auftreten. Wer gerne Touren auf Zwei- oder Dreitausender unternehmen möchte, der sollte zwischen Mai und August anreisen. Nur während dieser Periode herrschen optimale Bergbedingungen – außerhalb dieser Monate kann es durchaus gefährlich sein, auf einen hohen Berg zu steigen. Wetterkapriolen haben schon so manch einem Bergsteiger das Leben gekostet. Neben warmer Kleidung sollte auch Sonnencreme im Gepäck dabei sein – auch im Winter. Denn bei klarem Wetter ist die Sonne auf Almen und Schutzhütten auch im Winter stark. Wer sich ohne Schutz den Strahlen aussetzt, muss mit einem Sonnenbrand rechnen. Auch Sonnenbrillen sollten immer mit dabei sein – sie sind natürlich ein Muss für Schneeschuhwanderer oder Gletschergeher. Ohne Sonnenbrille riskiert man der „Schneeblindheit“, bei der die äußere Hornhaut des Auges durch die starke UVB-Strahlung geschädigt wird, zum Opfer zu fallen.
Hohe Tauern Guide